Concept Map of Thinking

Was ist Denken?

BildAls ich selbst zum ersten Mal notieren sollte, was in meinem Kopf während des Denkens alles passiert, war ich zunächst ratlos und fand die Aufgabe etwas sinnfrei, wenn ich ganz ehrlich sein darf. Sobald ich aber angefangen hatte, aufzuschreiben, was tatsächlich währenddessen in meinem Gehirn vorgeht, wurde mir erst da richtig bewusst, wie faszinierend das Ganze eigentlich ist. Und ich konnte noch immer mehr Verbindungen machen, Schritte ergänzen, Symbole finden usw. Im Austausch mit meinen Kollegen wurde dann richtig deutlich, dass jeder unterschiedliche Strategien verwendet – was höchst interessant war und ist!

Im Frühjahr 2013 probierte ich dann diese concept maps in verschiedenen Jahrgangsstufen aus. Hier ein paar Beispiele:

Klasse 1

Bild„Mathe – Dass man nicht vergisst – Geschichten machen – sonst weiß man nicht, was das ist – Bilder denken“

Klasse 2:

Hier sieht man auch schon sehr gut, wie die Gedanken miteinander verknüpft werden. „Man denkt die ganze Zeit –> alle Menschen denken“

Bild

Klasse 4:

Diese concept map ist spontan am Smartboard entstanden. In einem „Lernen lernen“ Kurs hatten wir über das Denken gesprochen und eine Schülerin wollte dann ihre Denkprozesse in dieser Form festhalten:

Bild

Hier wird recht deutlich, wie vielschichtig das Denken für die Schülerin ist: Denken ist nicht nur ein Vorgang im Gehirn bzw. des Gehirns. Es beinhaltet viel mehr, z.B. Gefühle wie Angst vorm Scheitern und Aufregung.

Insgesamt wird deutlich, dass das Denken und die Vorgänge im Gehirn zum einen individuell und sehr unterschiedlich sind, normalerweise im Kopf des Einzelnen bleiben und unsichtbar für die Anderen sind. Zum anderen verändert sich auch das Denken permanent. Wenn man sich dessen bewusst ist, kann man diese Gedanken und die Veränderung mit den Visible Thinking Routines visualisieren.

Demnächst möchte ich diese concept maps in einer 6. oder 7. Klasse ausprobieren, um deren Denklevel zu „sehen“.

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3 Gedanken zu “Concept Map of Thinking

  1. Wahnsinnig spannend! Ich versuche mir das mal für mich für später zu merken.

    Darf ich fragen, wie viel Zeit diese Erstellung der Map immer so eingenommen hat?
    Und wie hast Du die Papierform nach „ausgewertet“, also besprochen?
    (Zeitplanung und die Besprechung solcher Aufgaben sind so zwei Themen, die mich sehr beschäftigen seit meinem letzten Praktikum, daher diese Nachfragen.)

    • Danke fürs Feedback!

      Bei so einer Aufgabe setze ich 10-15 Minuten an – ist natürlich auch abhängig vom Alter der Schüler: je jünger, umso schneller ist das Ganze wohl notiert!

      Das Besprechen im Anschluss der Concept Maps mache ich in Kleingruppen (Zweier- oder Dreiergruppen) – jeder Schüler kann erklären, was er sich bei seiner Concept Map gedacht hat. Danach rotieren die Gruppenmitglieder, finden sich neu und lernen wieder neue Maps kennen.

      Im Plenum kann man dann auch allgemein Dinge anbringen, die einem aufgefallen sind, so im Sinne von „2 stars and a wish“ – 2 Dinge, die toll waren, 1 Sache, die vielleicht unklar war.

      Ach, mir fallen noch tausend andere Dinge ein aus dem Bereich „Visible Thinking Routines“. Ich werde nach und nach weitere Methoden posten und ich freue mich, wenn du mir weiter folgst. Ich bin ganz verliebt ins Bloggen. Es ist einfach ein wunderbares „tool“ zum Reflektieren.

      Danke für deine Nachfrage!

      • Gerne mehr. Ich bin immer unglaublich dankbar, wenn Lehrkräfte ihre Methoden auspacken und zeigen, wie man es machen kann. 🙂

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